Schreib-Werkstatt-Bericht: Mobilität von Menschen mit Down-Syndrom
Mit Texten von Angela Baltzer, Mirco Bark, Hermine Fraas, Angela Fritzen, Svenja Giesler, Julian Göpel, Michael Häger, Susanne Kümpel, Björn Langenfeld, Antonio Nodal, Karoline Spielberg, Judith Klier und Tobias Wolf
Zusammengestellt von Katja de Bragança
. . .werde eher hingebracht und ich werde wieder auch abgeholt. Ich werde von meiner Mum zur Redaktion hingebracht und werde von meiner Mum von der Redaktion aus nämlich gleich abgeholt.
(Svenja Giesler)
Ich hab leider kein Führerschein, weil ich halt keinen Führerschein hab, weil ich keine Fahrstunden hab und leider keine Prüfung zum Auto fahren, weil so was nicht so leicht ist.
(Tobias Wolf)
Das Telefon klingelt in der Ohrenkuss-Redaktion und Angela Fritzen ist dran: Ich bin heute später da, weil ich den Bus 635 um viertel nach nehme...
Die heutige Redaktionssitzung beginnt wie immer um halb sechs und die KollegInnen beginnen zu kommen.
Seit mehr als sechs Jahren treffen sich die Mitglieder der Zeitungsgruppe und immer wieder stellt sich die Frage, wie sie es schaffen vierzehntägig und pünktlich nach der Arbeit im Bonner Büro zu erscheinen. Einige profitieren von dem immerwährenden Einsatz der Eltern (der legendäre und oftmals selbstlose Fahrdienst Vati oder Mutti) - andere habe es geschafft zu lernen, wie sie mit Bus und Bahn kommen können. Und wieder andere haben das Glück kooperative Unterstützer im Wohnheim zu haben - trotz (wie man so schön sagt) “geringer Personaldecke” findet sich immer wieder jemand, der den Kollegen Michael Häger aus dem fernen Heimerzheim nach Bonn kutschiert. Jede Fahrt dauert mindestens 45 Minuten - die Redaktionssitzung erstreckt sich über zweieinhalb Stunden - und dann wird Herr Häger wieder abgeholt - wie wird das organisiert? Mit viel Wohlwollen, Einfallsreichtum und Engagement.
Antonio Nodal* kommt immer zu Fuß, er lebt in der Nähe des Büros. Wenn die Redaktion sich zu einem Termin an einem anderen Ort trifft, dann begleitet ihn seine Mutter zu dem Treffpunkt - zurück fährt er oftmals selber. Antonio beherrscht das System der Stadtwerke Bonn schon seit vielen Jahren, er hat es mit Unterstützung geübt.
Ich möchte / ich habe meine Mutter / ich nur einen Pass / Busfahren und Autofahren und meine Eltern und meine zwei Schwestern und meine Bruder.
Ich Bus fahren / ich war Bus drinne / ich war alleine komme / meine Mutter ... zuhause / Haltestelle.
Meine Mutter / geh ich zur Haltestelle / ich warte / und dann kommt 612 / dann kommt der Bus / dann steig ich ein / ich geh Auerberg / Schule.
Angela Fritzen* kommt etwas später, wie angekündigt. Sie legt ihre Aktentasche auf den Tisch und holt Texte heraus - selbst geschriebene Beiträge für das nächste Ohrenkuss-Heft und erzähl währenddessen, was sie am Busbahnhof erlebt hat. Das Selber-fahren-können ist für sie wichtig, auch sie beherrscht das System der Stadtwerke Bonn (mit Umsteigen) und ist stolz darauf. Sie möchte heute jedoch lieber einen Text zum Thema MODE vortragen, daher hier nur ein kleiner Beitrag zum Thema Mobilität (“es gibt Wichtigeres”). Ich hab' einen Führerschein. Aber das läuft auf meinem Namen. Mit dem Bus / Campingbus.
Karoline Spielberg* lebt seit einiger Zeit nicht mehr zuhause, sondern in der heiß ersehnten Wohngruppe. Ihre Ohrenkuss-Termine sind jedoch nach wie vor ein “Muss” – und dank der Geduld ihres Vaters ist sie auch (fast) immer dabei. Vor einigen Jahren lagen die Büroräume noch an der Bonner Museums-Meile - jede Ausstellung erfreute sich daher alle vierzehn Tage an dem Dauergast (Karolines Vater). Heute ist es für ihn komplizierter, denn es gibt keine kulturell herausfordernde Ablenkung in der Nähe... daher gehört er zu den absoluten Befürwortern der Projektidee “Ohrenkuss soll endlich ins Bonner Zentrum umziehen”.
Mein Bruder hat den Führerschein / Motorrad und Auto / Meine Eltern hat den Autoführerschein.
Michael Häger* ist nunmehr seit sechs Jahren dabei. Anfangs ermöglichten seine Eltern seine Teilnahme - heute lebt er in einer Wohngruppe, fernab in der Eifel - und jetzt ermöglicht die Unterstützerin Romy- seine regelmäßige Arbeit als Ohrenkuss-Redakteur. An manchen Abenden wird er von den Eltern abgeholt und wieder nach Hause gebracht, heute ist so ein Tag:
Ich habe keinen Führerschein / Der Papa hat einen Führerschein.
Die Romy hat ein Auto und ich steig ein / im Auto rein.
Und dann Auto fährt los / Friesdorf.
Ich will euch nicht in Stich lassen / ich bin für euch.
Gleich kommt meine Eltern / zurück nach Heimerzheim.
Björn Langenfeld* wird zur Zeit noch gefahren, aber sicherlich wird er die Busverbindung zu dem Redaktionsbüro bald sicher beherrschen. Die Strecke zur Arbeit fährt er ja auch alleine, andere und neue Wege werden noch geübt.
Morgens halb sieben gehe ich zum Markt / Muss warten ich bis Bahn kommt und Bonn Hauptbahnhof / Und Handy hab ich noch Tasche / Anrufen meine Freundin in Bonn. Ich gehe nach Bus gehe ich nach Tunnel runter / Da wartet ich Hotel Küche arbeiten Poppelsdorf / Der Bus ist 624 / Da Schule ist von Freundin.
Björn weiß, dass er ein B im Ausweis hat - was bedeutet es? Hier seine Antwort:
Begleitperson: ein Mann zeigt Ausweis / mein Name guckt / Ausweis drehen / gucken. 2004.
Die Kollegin Susanne Kümpel* lebt und arbeitet in Köln - sie kann an den Ohrenkuss-Sitzungen teilnehmen, weil Studenten der Kölner Heilpädagischen Fakultät der Job der “Straßenbahn-Begleitung” übernehmen. Susanne würde den Weg inzwischen sicherlich alleine meistern (das wird auch immer wieder geübt), ihr Problem ist jedoch die Müdigkeit - nach einem langen und kreativen Arbeitstag in der Werkstatt ist sie müde - und würde die Haltestelle glatt verschlafen!
Begleitperson die kann man nicht bezahlen / die gibt auch noch die Fahrkarte / knipsen / damit man KVB fahren kann. Euro Geld reinstecken kann.
Die mich heute in Werkstatt abgeholt hat / und ich soll mit kommen / ich soll weiter Fuß laufen / in Bahnhaltestelle / wir fahren Richtung / Max Löbner Straße / den Weg habe ich zu Fuß gelaufen / und dann hat die Roland / hat die Brief unterschreibe.
Auf die Frage, warum sie begleitet wird, sagt Susanne Kümpel:
Weil die mich begleitet / weil ich immer lieb und nett bin.
Und weiter:
Ich hab' kein Führerschein. Meine Bruder hat Führerschein und Papa hat Führerschein. Der kann Auto fahren.
Normalerweise kann man Fahrschule / kann der Auto üben kann. Fahrschule machen kann. Fahrschule kann die Fahrlehrer / Probe fahren kann. Autofahren kann.
Hier ist das Protokoll der heutigen Rückfahrt von Bonn nach Köln. Nadja Schmitz und Roland Zettel Kreide begleiten Susanne und haben den Text aufgezeichnet:
Max-Löbner Strasse wir haben gewartet bis 20.10h / Es ist 20.15h / Wir unterwegs, Straßenbahn Heussallee gehalten / Museum Koenig Wo Ausstellung ist / Bundesrechnungshof gehalten und da fährt sie weiter / Die nächste Haltestelle Juridicum, Universität, Bonn Hbf Ich fahre gerne, sicher / Aber alleine nicht - Doch, alleine in Sürth fahren kann / In die Stadt fahren, meine Mutti fährt mit / Hat auch Führerschein / Ich möchte gerne, dass der (Roland) anständig sitzt / Manieren, anständig sich hinsetzen kann, Beine zusammen / Lärm, warm / Ich möchte gerne Rückfahrt Richtung Sürth fahren / Sitze, richtig gemütlich / Bahn festhalten, damit ich nicht vorwärts hinfalle / Handriemen ist das / Alles Menschen voll ist / Auf der Hinfahrt war es so voll / Ausweis mitnehmen kann, wegen Kontrolleur / Buschdorf Hersel Manchmal tu' ich einschlafen, anstrengend ist das / Uedorf Dunkel / Rausgucken / Friedlich /
Zeitung lesen, nicht rauchen / Rauchen ist schädlich, immer nicht, ab und zu mal / Widdig Ich bin so fremd, nicht auskennen /
Urfeld Manchmal kommen Penner Bahn rein kommen / Fremde Leute besoffen ist / Leute ansprechen / Tasche umhängen, weil ich gleich da bin / Wesseling Ich bin zufrieden, dass Betreuer mitfahren kann / Wir drei / Ich fahre jetzt Richtung Sürth.
Angela Baltzer* ist seit vielen Jahren schon eine selbstständige junge Frau - viele Strecken kann sie schon alleine zurücklegen, sie hat es (mit Unterstützung) immer wieder üben können.
Meine Mutter hat Führerschein. Mein Vater auch / Meine Mutter hat Flugschein - sie fliegt Flugzeug.
Und mein Bruder Frederick hat auch Führerschein. Und mein Bruder Marcel hat auch Führerschein und fährt auch Auto.
Meine Eltern fährt zum Ohrenkuss hin und zurück. Bei mir auch abholen / im Wohnhaus bringen / St. Augustin. Das ist sehr weit von hier / Betreuer auch hinbringen / der Conny kennt den weg.
Ich fahre mit der Bahn zum Arbeit und zurück auch mit der Bahn bis St. Augustin Markt / dann zurück auch wieder mit der Bahn / morgens geh ich zu Fuß zum Markt zum Bahn warten.
Linie 66 nach Siegburg zum Hauptbahnhof, dann aussteigen und gehen Gleis 5 fahr wieder mit der Bahn RE nach Bonn Duisdorf da ist meine Arbeitsstelle.
Die anderen KollegInnen kennen sich auch genau aus bei den Themen Führerschein, Auto und Fahrscheinkontrollen:
Wenn die Ohrenkuss-Redaktion auf Lesereise ist, dann übt die Gruppe immer den “Notfall” – was tun, wenn man sich verliert? Jeder weiß inzwischen: wenn ich die Gruppe verloren habe, dann muss ich mich selber darum kümmern, die anderen wieder zufinden. Auf dem mit geführten Presseausweis ist die Handynummer der Begleiter vermerkt und die Adresse des Hotels. Viele
Redaktionsmitglieder haben auch selber ein Handy und können es natürlich auch benutzen.
Die Gruppe entscheidet sich, dass sie gerne auch wissen möchte, was die Ohrenkuss-Fern-Autoren zu der Frage mit dem “Selber-Fahren” meinen. Es wird eine eMail rumgesandt und hier nun die Antworten:
Hermine Fraas aus Ilmenau schreibt sehr ausführlich:
Meine Gedanken zu Bus, Auto, Fahrrad und Roller
Der Kollege Julian Göpel aus Leichlingen sendet seine ausgedruckten Texte mit der Post. Die Redaktion ruft ihn an und fragt nach, ob er sie auch als eMail senden könnte. Er sagt zu Ich kann es jedoch nicht von meinem Computer aus machen, es geht von dem meiner Mutter – das machen wir heute Abend
. Die Mutter bestätigt es und tatsächlich – es klappt, keiner muss die Texte abtippen.
Diesen Artikel hat Julian Göpel geschrieben.
Mirco Bark* aus Hamburg hat seinem Unterstützer Wolfgang Selitsch seine Meinungen zum Thema diktiert:
Busfahren Der Bus hält an, sonst können die Leute ja nicht einsteigen. Geld um bezahlen, anders geht gar nicht, sonst dürfen die Leute garnicht einsteigen. Ausweis, gerade abends. Sonst steigen alle Leute auch ein. Am Ziel steigen sie natürlich alle wieder aus, weil da ja auch der Bahnhof ist, wo die Züge sind.
Judith Klier sendet ihren Beitrag per eMail an die Redaktion:
Man kann man auch alleine Busfahren / das kann man mit ein Betreuer auch machen / erst mal kennen zu lernen und dann mal es auch mal alleine bewältigen das ist schwierig.
Das kann mit Betreuer oder mit der Familie fahren oder alleine Z.B Meine Eltern haben mich zur Bahn gefahren mit dem Auto / und dann mit dir Bahn alleine nach Leipzig gefahren / oder mit Eltern fahren oder mit Betreuer fahren oder selber mal versuchen / das ist schwierig das ist.
Z .B der Behindertenausweis denn habt immer dabei wenn ihr immer mit der S bahn fährst das oder Streifenkarte dabei habt aber dann müsst ihr knipsen oder ein Betreuer dabei haben für die Begleitern.
Was heißt Begleitperson wenn man einen Behindertenausweis hat steht ein B- Zeichen bedeutet das man einen Begleiter mitnehmen die umsonst fahren.
Die Kontrolle ist wichtig / das man Werkzeug im Auto hat / das man wir das Auto richten kann wenn man einen Total Schaden hat müssen wir die ADAC anrufen und das Auto abschleppen und reparieren.
Wenn die Person zu schnell fahrt oder die Licht an ist und es kaputt ist und hell ist kommt die Polizei um zu kontrollieren / das ist wichtig oder wenn ein Unfall ist leitet die Polizei um.
Wenn ein Auto über die Rote Ampel fährst kann man ein entgegn kommendes Auto das kann man zu einen Verkehrsunfall kommen und ein Schwerverletzen kommen und sogar auch Tödlich sein / wenn man auch zu schnell fährt kann es immer vor wieder kommen.
Wenn man ein Führerschein haben möchte muss ein Autoführerschein machen ob die Prüfung besteht ist die Frage / Wenn du eine Behinderung hast würde ich nicht machen es ist zu schwer ist das viele Schalten und richtig fahren zu können.
Hier wollt ein machen / aber ich würde euch den Vorschlag machen das ist nicht zu machen weil es ganz schon sehr schwer ist so ein zu machen / da brauchst man sehr viel Kraft dafür und sehr viel den Verkehr u achten das ist nicht leicht.
Das kannst hier mit dem Auto erst recht so nicht damit zu fahren / erstens ist es im Lenken gleichzeitig Bremsen und schalten das ist einfach zu schwer oder das einpacken rückwärts da ist es auch ganz schöne Arbeit für euch ich würde nicht das Auto fahren.
Wenn du nicht mehr selber fahren kannst dann von denn von Malteser abgeholt und dann zu deiner Arbeit gebracht und dort bis Mittag was tun bis der Malteser wieder nach hause bringt.
Du kannst auch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, wenn du nicht länger braucht / wenn die Arbeit in der nahe ist dann Du auch dahin radeln und wieder zurück nach hause oder wenn du wo anders hinfährst kannst du auch Fahrrad fahren
Wenn du mit dem Roller Fährt braucht du einen Führerschein um den zu fahren / ich weiß nicht ob es geht wenn man sehr viel umschauen Geradeausfahren und nicht zu schnell zu fahren sonst hat man einen Unfall und eine man in den Krankenhaus mit den Verletzungen oder man kann sogar auch da von sterben.
Ja / aber wenn du mit den Kickbord fährt musst du auf die anderen achten und immer schauen wo man fährt / und das geht leicht zum fahren ein Fuß auf dem Bord und der andere musst du anschieben und dann mit dem mit den beiden Fahren.
Und nun, zum Schluss, der Beitrag von Tobias Wolf. Der Text wurde auf eine Kassette gesprochen und dann abgetippt:
Hallo meine Damen und Herren von zusammen:, heute erzähl ich euch über das Thema FAHREN:
Oft bin ich in München mit der U-Bahn gefahren und in Vashon mit dem Metro-Bus. Man muss Acht geben, dass man in die richtige Richtung fährt. Einmal hatte ich zwei Wochen Praktikum im cba-Umwelt-Team. Da bin ich mit der U6 bis zur Implerstrasse gefahren und ein paar Minuten später bin ich mit der U3 gefahren bis Olympia-Zentrum, von dort bin ich mit dem Bus gefahren und dann bin ich ein bisschen gelaufen. Nach dieser Umsteigerei kam ich zum Umweltteam, das war in der Zeit in den 90er Jahren gewesen, als ich dort gearbeitet hab.
Sehr oft bin ich mit der U6 bis Odeonsplatz gefahren, dann bin ich umgestiegen in die U4 bis Max-Weber-Platz und von da bin ich zum Musikzentrum in der Nähe gelaufen. Ich kam vom Westen und bin in der Innenstadt umgestiegen, weil es sonst zu weit gewesen wäre zum Laufen.
Genau so ist es auch, wenn ich mit dem Zug fahre. Man muss aufpassen, dass man nicht in den falschen Zug einsteigt. Einmal bin ich mit dem Zug gefahren, hoch nach Norden, nach Bonn und dort habe ich das Team von Ohrenkuss besucht. Manchmal kann es zu Verspätungen kommen bei der Bahn, dann kriegt man keine Anschlüsse und man bleibt stecken.
Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich in der 5. Klasse mit dem 35er-Bus in die Schule gefahren bin und später bin ich mit der U-Bahn in die Schule gefahren, als alle anderen auch gefahren sind und die U-Bahn war schon fertig.
Als ich noch neu in München war, habe ich ein Programm gelernt und das heißt “Orientation in Space – Orientierung im Raum”, das ist ein Programm von einem Professor, der heißt Feuerstein*. Da habe ich gelernt, was vorne und hinten ist und was links und rechts und wie sich das umkehrt, wenn ich mich umdrehe. So habe ich gelernt, dass ich U-Bahn fahren kann und damit weiß ich, dass ich in einer Großstadt mich gut auskenne, in München wie in Seattle, weil ich das Orientierungsprogramm in Amerika noch mal in Englisch wiederholt habe.
Wenn ich mit dem Bus, der U-Bahn und der S-Bahn fahre, brauche ich eine Streifenkarte und mit der Bundesbahn braucht man einen gültigen Fahrschein. Es gibt Kontrollen, die gucken, ob die Leute richtig abgestempelt haben. Wenn die Fahrgäste das nicht machen, werden die Kontrollen einen erwischen. Dann wird man abgeführt, man muss dann 40 Euro Strafe zahlen. So was find ich weniger gut.
Eine Begleitperson kann kostenlos mitfahren, wenn ich meinen Behindertenausweis dabei hab.
Im Straßenverkehr ist es wichtig, dass man bei ROT stehen bleibt. Mit GRÜN können die Fußgänger laufen und wenn die Fußgänger ROT haben, müssen die Autos fahren mit GRÜN.
Ich hab leider kein Führerschein, weil ich halt keinen Führerschein hab, weil ich keine Fahrstunden hab und leider keine Prüfung zum Auto fahren, weil so was nicht so leicht ist.
Einmal bin ich mit einem Access-Bus zu einem Day Camp gefahren. Das war in der Zeit als ich in der High School war in Amerika. Und so was heißt Fahrdienst. Das ist umständlich, weil man sich anmelden muss und deshalb fahr ich lieber mit dem öffentlichen Bus. Als ich früher in der High School gearbeitet hab, bin ich immer mit dem Kickboard von der einen Schule zu der andern Schule gefahren. So was ging ganz schön schnell auf einem ganz normalen Fußweg im Schulgelände.
Tschüss, bis bald,
Tobias
*) Feuerstein, Reuven,
Don't accept me as I am: helping “retarded” people to excel / Reuven Feuerstein, Yaacov Rand, and John E. Rynders, 1988, Plenum Press, New York and London
ISBN 0-300-42964-0
Anmerkung
Die Texte der Ohrenkuss-Autoren werden unverändert abgedruckt, wenn sie selber geschrieben worden sind. Diktierte Beiträge werden mit einem * gekennzeichnet.