Thema: Traum

No 21/2008

Themen in diesem Heft:

Überlegungen zu Luis Buñuel (1900 – 1983 )
“Die Chinesen sind die Einzigen, die die Gespenster nicht fürchten, die jede Nacht um Zwölf aus unserer Haut fahren.” (Aus: “Im Augenblick da wir ins Bett gehen”)

Fensterlädengeschepper

Marc Lohmann, diktiert

Ohr ist gestört

Jule Müller, diktiert
Ein Gespenst macht wie ein Blitz, macht wuh-huhu. Ein Gespenst macht, dass es donnert und dazu, dass es regnet. Zwölf, wenn die Uhr schlägt, kommt die Gewitterhexe, kommt ein Blitz, kommt ein Donner wieder. Dann Gespenster bekommen einen Regenschirm, der ist schön, ein Regenbogen. Ein Licht, ein große Licht, ganz dunkel ganz hell, das ist dann ein Gespenst und dann dazu ein gruselig, ein Gespenst. Da kann man nur den Kopf sehen, ein Kopf und Zähne.
Und der sagt nichts, gibt keine Antwort. Ein Ohr ist gestört, weil es nicht hören kann.

Vogel der Angst, Luis Buñuel

Svenja Giesler, diktiert
Um ein Uhr ist es noch stockdunkel und da würdet er wohl noch schlafen und wartet bis zwei. Um zwei wird er schon wach und fliegt mit gekreuzten Flügeln in den Himmel empor. Und um drei ist es immer noch stockdunkel, er fliegt in den Tod hinein und jetzt ist es sterbenstoten Stille. Und um vier kommt die Morgenröte im strahlenden Orange von der Berg zur Geltung. Und um 17 Uhr machen wir ein Workshop auf und arbeiten und schreiben bis halb sieben. Achtzehn und dreißig haben wir aufgehört und um 19 und 15 gibt es dann warm Abendessen mit Getränken und Lifemusik.

Blutgeruch

Angela Baltzer, diktiert
Die Wald mit ein gruselig vier Beine zu haben. Die Wald ist die Tag, kann man die vier Beine sehen. Hat keine Kopf und keine Hände. Das ist eine Frau, die Frau hat keine Name, weil schon tot ist. Im Wald umgebracht, deshalb ist nur vier Beine nur da und Bauch, wie ein Puppe. Und hinter den Baum ein Mensch hinter den Baum versteckt. Die hat die Frau vier Beine gesehen. Der Mann hat Angst über die Frau, umgebracht hat, der hat die tote Frau gefunden im Wald. Er guckt auf den Boden. Die hat die Kopf abgeschnitten, deshalb der Mann auch Angst hat und schrecklich aus, das ist unfair umbringen, Hände abgeschnitten beide. Das riecht nach Blut und wie ein Fleisch, das Menschen.

Zwölf Gespensterköpfe

Verena Günnel, diktiert
Jede Nacht kommt auch zwölf Köpfe von über unserer Haut.
Dieses Geschichte ist wie zwölf Gesichter, Gespenster da kommen eine Frau und hat Angst über zwölf Gespensterköpfe. Wenn sie umgebracht wird, mit zwölf Gespensterköpfen. Die Frau wird umgebracht mit zwölf Gespensterköpfen. Die Gespenster zwölf Köpfe hat ein Messer und bringt die Frau um an Hals, dreht den Kopf an die Seite, denn werde die Arme umgedreht und nach hintern gebracht. Beine werden gefesselt. Dann dreht sich der ganze Körper nach hintern. Dann dreht die Beine an die Seite, dann drücken die Beine wie ein Knoten – wie eine Schleife gebunden. Die Frau ist schon tot und die blutete alles. Das war Bauch nur und Hals nur. Die Geschichte ist zu Ende, da werde ich wach und ich habe Angst, wenn ich wieder träume. Träume sind schrecklich.